Keimblätter ertasten die Umwelt

Die ersten zwei Blättchen, die jeder Keimling bekommt, nennt man Keimblätter. Sie liefern der heranwachsenden Pflanze Informationen über die Umwelt. Bereits kurz nach der Keimung, wenn sich bei den Pflanzen die ersten beiden Blätter aufgefaltet haben kann man mit der "Abhärtung" beginnen. 
Man stellt die Pflänzchen an einem wolkenbedeckten, warmen und nicht zu windigen Tag erstmals in Freie. Tageslicht wird benötigt, damit die Pflanzen nicht hellgrün und kraftlos werden und schliesslich eingehen. Leichter Wind stärkt die Pflanze ebenfalls, da er durch leichtes Rütteln am Stiel zu dessen Dickenwachstum und Stabilisierung beiträgt. Insgesamt muss man beachten, dass die Pflanze Zeit hat, auf die neuen Umwelteinflüsse zu reagieren. So sollte es gleich am ersten Tag nicht zuviel des Guten haben, denn allzu starkes Sonnenlicht kann zu Verbrennungen führen und ein Zuviel an Wind kann die Stiele abknicken. 

Die ersten Keimlinge sind pikiert.
Die winterharte Etagenzwiebel ist gut in die Saison gestartet, ringsum keimt neben Nigella und Vogelmiere die Petersilie, die sich selbst ausgesät hat.... Ein Blick in den Balkonkasten des Untermieters zeigt, dass die Petersilie auch den Sprung von Balkon zu Balkon geschafft hat ;-)