Kübelpflanzen

Unter dem Begriff Kübelpflanzen werden Gewächse zusammengefasst, die die frostfreie Zeit draußen verbringen und sodann im Haus überwintert werden müssen. Neben vielen Zierpflanzen wie Oleander- oder Palmenarten, gibt es unter ihnen auch einige Nutzpflanzen. Dazu zählen Zitrusgewächse (Zitrone citrus limon, Grapefruit citrus paradisi, Mandarine citrus reticulata, Limette cirus aurantifolia, Kumquat fortunella margarita), Banane (Musa spec.), Feige, Olivenbaum, Echte Aloe aloe vera oder Süßkraut stevia, aber auch Paprika-, Chilipflanzen. Gemüsepflanzen sind meist einjährig.

Alle Kübelpflanzen sollten vor dem ersten Frost eingeräumt werden, jedoch so spät wie möglich, da sie von diesem Zeitpunkt an kein Sonnenlicht mehr bekommen. Während Chili- und Paprikapflanzen schon bei Temperaturen um die 5-7 Grad leiden, sind verholzte oder krautige Pflanzen weniger empfindlich. Man überwintert diese Pflanzen idealer Weise in einem kühlen, hellen Raum (Wintergarten, Schlafzimmer). Bei 10-15 Grad wachsen die Pflanzen im Winter weiter. Bei 5-10 Grad in einem dunkleren Raum (Garage, Flur, Keller mit Fenster) stellen sie ihr Wachstum weitgehend ein. Die Töpfe auf Styropor stellen oder den Topf etwas einpacken und nicht düngen. Je mehr Licht die Pflanze hat, desto mehr Wasser benötigt sie während dieser Zeit. Im warmen Wohnzimmer überwintert werden Palmen, Hibiskus oder andere tropische Pflanzen wie Bougainvillea.

Geschnitten werden die Küpelpflanzen vor dem Einräumen im Herbst, was den Transport erleichtert. Am besten räumt man an einem trockenen Tag ein, die Töpfe sind dann viel leichter. Ein zweiter Schnitt kann im Frühling durchgeführt werden. Direkt, bevor es wieder an die frische Luft geht, sollten dünne, helle Triebe, die aufgrund von Lichtmangel entstanden sind, in jedem Fall geschnitten werden.

Zum Start der Freiluftsaison wählt man einen wolkigen, regnerischen Tag oder einen Platz im Schatten, um Verbrennungen durch die Sonne zu vermeiden. Haben sich Klebläuse (Schädlinge, Pflanzenkrankheiten) eingestellt und werden diese nicht durch den Regen entfernt, reinigt man die Blätter mit einem nicht zu rauen Schwamm und Wasser, in das ein Spritzer Rapsöl gegeben wurde. Wahlweise kann man (sehr wenig) Spüli verwenden. Dann sollten die Blätter jedoch nochmals gut mit Wasser aus der Gießkanne nachgespült werden, oder eben durch Regen. 

Gelbe Blätter an Zitruspflanzen deuten auf zu viel Kalk im Boden hin. Am besten verwendet man zum gießen Regenwasser, dann bleibt alles schön dunkelgrün. Düngen kann man mit Sticktsoff, eine permanente Mulchschicht schadet in keinem Fall.