Schnittlauch

Schnittlauch (Allium schoenoprasum) gehört zu den alten Küchengewürzen und ist in Europa, Nordamerika und Asien verbreitet. Die ausdauernde und winterharte Pflanze wurde zunächst als Heilkraut gesammelt und ab dem Mittelalter auch angebaut. Schnittlauch passt zu Salaten, Suppen, Ei-, Fisch- und Fleischsspeisen, und darf nicht mitgekocht, gedünstet oder anderweitig erwärmt werden, da er dann sein Aroma einbüßt. Schnittlauch enthält Folsäure, Kalium, Eisen und Sulfide, auserdem K- und C-Vitamine.
Wenn Schnittlauch abgeblüht ist und die Blüten vertrocknet sind, können die Quasten abgeschnitten werden. Zur vollständigen Trocknung werden die abgeschnittenen bereits trockenen Blüten in einem offenen Gefäß gelagert. Der Trocknungsprozess benötigt immer länger als angenommen. Am besten bewahrt man die Samen offen auf, um Schimmel vorzubeugen.
Schnittlauch ist bis zur Blüte sehr zart. Um die Pflanze zu schonen, sollte man je nach Bedarf nur einzelne Stängel ernten. Nach der Blüte werden die Stängel härter. Aus ausgereiften und getrockneten Blüten lässt sich sehr einfach das Saatgut gewinnen. Die Samen keimen recht unproblematisch, jedoch sind die Jungpflanzen sehr fein (ähnlich wie Gras), so dass sie im ersten Jahr noch nicht beerntet werden können. Einfacher als die Aussaat ist die Teilung ausgewachsener Büschel.

Neben dem Schnittlauch ist auch die Jungfer im Grünen (nigella sativa) bald erntereif. Die in den Kapseln enthaltenen Samen kennen wir unter dem Begriff Schwarzkümmel, der bei uns als Brotgewürz verwendet wird.