Rukola: Anbau und Saatgutgewinnung

Rukola / Rauke ist eine sehr einfach zu kultivierende Pflanze. Man kann sie von Februar bis September säen. Leichter Frost im Frühling macht nicht einmal im begonnenen Keimstadium etwas aus. Bei einer späten Aussaat ist darauf zu achten, dass die Pflanze vor dem ersten Frost im Herbst und vor der Winterruhe noch gut Wurzeln schlagen kann. Sie gehört dann im Frühjahr zu den ersten Kräutern die austreiben.
Ein häufig gemachter Fehler ist lediglich die zu dichte Aussaat. Rukola keimt gut und man sollte sich vergegenwärtigen, dass aus jedem Saatkorn eine Pflanze entsteht, die danach einen gewissen Platzanspruch hat. Wird Rukola in kleinen Kästen gesät und trocknet öfter aus, schiesst er relativ schnell. Feuchter tiefgründiger Boden fördert hingegen die Ausbildung größerer "Salatblätter".

Die Rukolablüten sind bei Bienen sehr beliebt und verströmen einen wunderbaren Duft.
Obwohl noch Blüten vorhanden sind wurde der Rukola geerntet, die neuen Kräuter wartetetn schon länger auf den Platz im Kasten. Umgekehrt an die Wand gehängt können die Samen fertig ausreifen und in den Hüllen trocknen.
Wenn die Trocknung etwas fortgeschritten ist, empfiehlt es sich, einen Wäschesack oder eine luftdurchlässige Tüte darüberzuziehen, um die Samen der aufspringenden Schoten zu sammeln. Sie können nach kurzer Trocknung bereits wieder ausgesät werden.
Rukolasaatgut (und weitere Sorten wie Kresse etc.) kann man günstig in der Sprossenabteilung im Reformhaus beziehe. Hier werden größere Mengen zum vergleichsweise günstigeren Preis angeboten als im regulären Saatguthandel.