Wasser

Zugegeben, der Frühling 2013 lässt dieses Thema im wahrsten Sinne "überflüssig" erscheinen. Da wir aber davon ausgehen wollen, dass es der Sommer doch noch schafft, sammeln wir an dieser Stelle Tipps zum Thema Wasser, Wasserqualität und Wassersparen.
  • Bei überdachten Balkons gibt es oft keine andere Möglichkeit, als auf Leitungswasser zurückzugreifen. Trotzdem lohnt sich das Nachdenken darüber, ob man sich nicht doch eine Regenwasserquelle erschliessen kann, beispielsweise über die Dachrinnen am Haus. Doch Vorsicht: neben der Zuleitung muss auch die Ableitung geregelt werden. Auch bei Starkregen, darf es keine Überschwemmung der Untermieter geben! Besser erkundigt man sich, ob man vor dem Haus eine Regentonne aufstellen darf. In der Innenstadt und an viel befahrenen Strassen oder in der Nähe von Industriegebieten lagert sich auf Dächern jede Menge Feinstaub ab. Wegen der enthaltenen Giftstoffe ist Leitungswasser dann trotz Kalk vorzuziehen. 
  • Hat man wenige Pflanzen, die Kalk gar nicht lieben (z.B. Zitronenbäume) kann man sich in der Umgebung umsehen. Gibt es ein sauberes Fliessgewässer oder einen sauberen See in der Umgebung?
  • In jedem Haushalt gibt es im täglichen Gebrauch von Leitungswasser an der einen oder anderen Stelle "Wasserverschwendung". Als Beispiel mag das anfänglich kalte Duschwasser dienen. In einer Gießkanne aufgefangen, erfüllt es seinen Zweck auf dem Balkon. Weitere Möglichkeiten: die Reste aus dem Wasserkocher und zumindest in diesem Frühling, das erkaltete Wasser aus der Wärmflasche ;-)
  • Dachterassen und Balkons ohne Dach: Hier hat man zahlreiche Möglichkeiten, das Naß von oben zu nutzen. Der größte Vorteil ist eine gewisse Selbstversorgung der Töpfe bei Regen. Nachteilig wirkt sich fehlender Schatten aus, der die Töpfe in der Regel viel schneller austrocknen lässt, als diejenigen auf überdachten Balkons. Untersetzer helfen, diesen Prozess etwas hinauszuzögern. Allerdings sollten die Pflanzen nicht zu tief im Wasser stehen. Die Wurzeln faulen dann je nach Pflanzenart mehr oder weniger schnell. 
  • Rainwater-Harvesting, Regenwasser-Ernte: Wen der Anblick nicht stört, der kann flache Schalen / grosse Untersetzer oder Plasikkisten aufstellen und Regenwasser sammeln. Beispielsweise bietet IKEA ein breites Sortiment an transparenten Plastikkisten. Kauft man den Deckel dazu, kann man die Verdunstung verhindern bzw. die Kisten auch als Anzuchthaus verwenden. Eine preiswerte Alternative zu den Anzuchthäuschen im Baumarkt ist dies allemal. Je nach Kalkgehalt des Leitungswassers ist das saubere, kalkfreie Wasser auch für Zimmerpflanzen eine sehr gute Alternative. Orchideen oder Sumpfpflanzen wie Zyperngrass freuen sich sehr daüber. Insbesondere, wenn diese in Gläsern gehalten werden, verhindert man durch die Verwendung von Regenwasser unschöne Kalkablagerungen. Dies gilt natürlich auch für die Erde in Töpfen.